Diese leere, dieses unendlich tiefe Gefühl des nichts sein. Es ermüdet Sie.

Es taucht auf. Immer wieder und lässt Sie zurückfallen. Als würde ihr die Ereigniskarte zugespielt werden. „ Gehe drei schritte zurück“. Ja ja, vielen Dank, als hätte sie es nicht, nach langem Kampf endlich geschafft, diese verdammten Drei schritte, nach vorn zu kommen. Tja nun werden sie ihr genommen und das Gefühl der immerwährenden Stagnierung bleibt.

Ein Teil ihrer selbst, den sie  einfach nicht zu ändern vermag, so scheint es. Auf das sie weitere Jahre nicht den geringsten Schimmer haben wird, nicht die geringste emotionale Regung verspürt und kein funken Inspiration finden wird.

Denn darum geht’s doch am Ende. Inspiration. Oder nicht?  Damit man tun kann was man liebt. Damit man sein Leben, Lebenswert  nennen kann. Weil man Energie schöpft, aus dem bunten, glitzernden, lichterloh leuchtenden, sprudelnden Topf der Inspiration. Aber wie findet man dieses Leben? oder besser gesagt, wie entscheidet man sich ein solches Leben zu führen, voller Inspiration, voller brodelner Schöpferkraft, wenn man ohne „mojo“ Geboren zu sein scheint.

Diese Frage stellt sie sich immer wieder. Denn sie weiß, dass ihre Ressourcen erschöpft sind. Ihr Sein Erträgt den Gedanken nicht mehr. Denn nicht einmal die reine Schöpferkraft, vermag das Ungleichgewicht zu beseitigen, das merkbar seine Narben über ihr doch so junges Herz, gezeichnet hat.

Wie die Ringe an einem Baum, so kann man auch bei Ihr, Ihr wahres Alter erkennen. vorausgesetzt der Mensch vermag genug Interesse an ihr zu haben, um unter die ohnehin schon bröckelnde Fassade zu schauen.

Aber nein, lasst uns lieber warten, denn die Ignoranz und Empathielosigkeit  wird seine Arbeit wie gewohnt nachgehen. lasst uns warten. irgendwann wird sie schon fallen und dann….

1,2,3,4,5,6…………..130940883 Ringe.

Dann springt sogar die Spinne, drei Häuser weiter, auf die Welle des plötzlich aufsteigenden Interesses auf.

Und doch. Sie scheint nicht dahin zu scheiden. Irgendwo von einem fernen Ort, gelangt es zu ihr, immer wieder. Scheint sie am Leben erhalten zu wollen obwohl sie schon so oft, sich der Niederlage hingeben wollte. Es reißt sie raus aus ihrem stagnierenden Alltag. Schreit, flüstert, erzählt ihr von einem Leben, dass sie nur zu gerne in ihren kleinen, unsicheren Händen halten möchte. Doch es zeigt ihr nichts. Lässt sie nicht sehen, ob all dass auch eintreffen wird. Wird es sich lohnen?

Diese Frage wird von Dunkelheit eingehüllt. Gut verwahrt in den tiefen ihres Herzens. Aber es hält sie am Leben. Wie immer. Versucht für sie da zu sein, wenn kein anderer hinter ihre Fassade blicken kann, blicken will. Gibt ihr das Gefühl dass es kommen wird, dass es ganz nahe ist.

Hoffnung.

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