Langsam, wie ein kleine zart hauchende stimme in der Nacht, macht es sich auf den weg. Lässt alles, was sich ihm in den Weg stellt, stagnieren. In einem endlosen Gefühl der ruhe, lässt er uns vollkommen bewegungslos zurück. Gibt uns das Gefühl nichts zu wollen, obwohl wir alles wollen. Lasst uns mit der Erfahrung zurück, dass die Zeit, allein mit dem versuch uns zu bremsen, erfolgreich war.

Der Winter.

Fließend wie die Strömung, bahnt es sich seinen weg über den Boden. Lässt jede Blume, jedes Grashalm, in eisiger stille zurück. Nimmt uns Schritt für Schritt ein. Lässt unseren Organismus in Stasis verfallen.Flehend und zitternd halten wir uns an die Erinnerung fest, wollen nicht vergessen, wollen uns nicht beugen. Sommer, Sonne, Meer, LEBEN, all das wird uns genommen, bis er jede einzelne Zelle unseres seins gefüllt hat und wir irgendwann erkennen müssen, das wir dem Wandel der Zeit unterliegen.

Lernen Still zu stehen. Sich zu finden, die Beständigkeit unseres seins. Das ist Seine Aufgabe. Denn nur er weiß, dass die Natur allein in der lage ist, dem Menschen Einhalt zu gebieten.

Er ist die Dunkelheit, die Zeit, die Stille. Und in ihr wandern tausende Sterne umher. Erleuchten wie kristallklare Diamanten den kalten Winterhimmel und lassen uns aufschauen.

Die macht, die mit ihm einher geht, wird in der Sekunde in dem wir zum ersten Atemzug ansetzen, in der lage sein die Zeit für uns anzuhalten. Damit wir endlich innehalten können . Um einfach nur Mensch zu sein, um einfach nur da zu sein.

Der Winter, er vermag all das und er tut es ohne Gegenleistung, wohl wissend dass wir in der nächsten Sekunde wieder dem versuch unterliegen werden gegen ihn zu Arbeiten..

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