Von weit entfernt sieht man ihn schon kommen.  Dunkel und mächtig, schleicht er sich, immer weiter vor. Tiefes dunkles blaugrau, das die Luft immer dichter zu machen scheint. Elektrisierend und langsam bereitet es uns vor, im stillen, auf das unvermeidbare.

Der Regen.

Er ist so wertvoll für diese Erde, für uns, für das Leben. Er lässt die Blüten blühen, das Gras immer grüner werden und versorgt jeden See, jedes Meer und jedes kleinste Stückchen erde, mit Wasser. Damit wir Leben können. Damit wir uns immer weiter entwickeln können.

Er ist zu Zeiten wunderschön, lässt uns vor Freude tanzen und springen und in Pfützen, unser Leid vergessen. Und dann, dann kann er plötzlich beängstigend sein, lasst und frieren, erschauern und uns verstecken, lässt die Wolken laut tobend donnern und schlägt Lichtstäbe, die Zeus höchst persönlich vor Bewunderung aufschauen lässt, auf unsere wundervolle Erde nieder.
Doch die Schönheit darin wird dadurch nicht minder. Denn ohne dieses wundervoll beängstigende Spektakel, hätten wir, der Mensch, wohl auch nie gelernt, dass das Feuer, eines Tages, unser Untertan werden würde. Uns wärmen und leben lassen würde.

Und es kann noch so viel mehr. Denn der regen hat eine Gabe, die nicht jede Naturgewalt zu beherrschen vermag. Es reinigt, voll und ganz. Jeden Stein, jeden Grashalm, jedes Lebewesen das ihm zu Grunde liegt. Es nimmt unsere Laster, lässt und nass und leer zurück. Gibt uns platz für neue Gefühle, neues Gedanken, neue Ideen und spült das alte, das negative einfach weg. Lässt es überflüssig erscheinen. Denn dass, ist es auch.

Der Regen lässt alles nichtig werden, lässt uns zurück, neu geboren, damit unser selbst im vollen Glanz, wachsen kann gen Himmel hinauf.

Denn somit ist das  Streben, unserer Träume, nicht nur eine weit entfernte Fantasie des töricht denkenden Menschen, sondern eine Realität, eine kleine Lücke des Kosmos die wir nur erreichen, wenn wir uns voll und ganz vom Regen leiten lassen. Das neue, „leere“ Gefühl zulassen, das unsere Träume wahr werden lässt.

Weil, wir platz geschaffen haben.

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