Ich bin zur zeit nicht hier. Verliere mich, immer wieder. Bin in mitten eines Sturms den Ich nicht zu bändigen vermag. Ängstlich, verwirrt, traurig und voller Panik, bin ich meinen Gedanken erlegen.

Ich scheine stecken geblieben zu sein, sitze fest in einer von mir erschaffenen Realität die mich zu erdrücken versucht. Ich habe die Kontrolle verloren, das muss ich mir selbst eingestehen, denn es schafft mich zu sehr, als das ich es verleugnen könnte.

Einst da war es so strahlend, aufgebaut aus gründen die mir so richtig erschienen. Ich ließ mich nieder, in der Hoffnung das es so erträglicher werden würde, die eigentliche Realität. Und das tat es auch, am Anfang, gab mir einen Zufluchtsort, ein Zuhause an dem ich, ich sein konnte. Doch nun, ja nun ist es dabei zu zerfallen. Mein ich, hat sich gegen mich gestellt, dieser perfekte Plan hat sich gegen mich gewannt, meine eigenen Gedanken haben mich nieder geschlagen.

Sie wurden einfach zu präsent, eigentlich sollte diese Welt meine Gedanken im Schach halten, ihnen einen Ort geben an dem sie frei sein konnten, damit ich den Alltag ohne sie genießen konnte. Weil, sie störten weil, sie mich zerstörten.

Es herrscht Krieg. In meinem kleinen Kopf herrscht Krieg, eine negative konstante die mich in den Wahnsinn treibt, angetrieben von einem einzigen Wesen, mir selbst.

Ich weine, ich lache, ich lebe (so gerade eben), leide an dem Gedanken zu denken, da es mich an manchen Tagen nicht unterscheiden lässt. Kann ich das, was ich als so wahr empfinde, als richtig ansehen? Kann ich meinen Gefühlen vertrauen?

Nein.

Und es wächst, wie eine Blume, der Sonne entgegen, unaufhaltsam gen Himmel hinauf, mein Argwohn gegen mich selbst und meinen Gefühlen, denn ich kann ihnen nicht trauen.

Und so lebe ich im Zwiespalt, wohl wissend dass, ich das Glück, das Leben, wahrscheinlich noch nicht einmal sehen würde, wenn es genau vor mir stehen würde.

Ich würde unmissverständlich durch es hindurch laufen, als würde ich durch jemanden hindruchlaufen den ich nicht sehen kann. Denn genau das ist es, ich kann es nicht sehen, ich bin blind.

Was bleibt ist der Hader, der Moment an dem man sich umdreht um zu sehen, ob dort wirklich niemand war, weil man ganz tief in sich drin, doch etwas gespürt hat. einen kleinen Impuls des vertrauens, durch meine Gedanken hindurch, vertraue ich.

Es scheint nicht viel zu sein, dieses kleine ″ Streichholz″, doch es ist die Hoffnung, die Hoffnung darauf irgendwann die Augen aufzuschlagen und weinend, voller Glück, festzustellen, dass man es wieder sehen kann.

Die Wolken, die Sonne, das Leben.

auf dauer der zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an – Marcus Aurelius 

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