Ich möchte dir etwas sagen, doch ich kann´s nicht. Die Worte die allen so leicht über die Lippen zu gleiten scheinen fallen mir nur schwer über meine. Dieses Verlangen meine Ehrlichkeit, meine Moral und mein „ich“ zu betrügen, nagt so schwer an mir, aber es ist einfach zu reizvoll. Der Schauspieler meiner selbst ist einfach zu präsent, als das Ich ihn mit Ignoranz bestrafen könnte.

Wieso kann ich es nicht? Das Leben spaltet mich in seine Einzelteile. Langsam. Hinterlässt Narben an stellen, an dem ich mit Ganzer kraft versuche mich zu reparieren. Es frisst mich auf. Verwundert schaue ich mich um. Diesen Kampf. Kein anderer scheint ihn zu kämpfen, nur ich. Sie Lassen sich darauf ein. Auf das Leben. Entscheiden sich gar, es zu zweit zu meisten. Vertrauen! Wie Können sie einen anderen Menschen so sehr vertrauen?

Ich weiß, wie sie es tun. Ich weiß, wie man vertraut, liebt, trauert, lebt. Zumindest theoretisch.

„Achtung! Achtung! … Wollen sie eine, eins zu eins, Wiedergabe in Sachen leben? Kommen sie zu mir, ich kann es ihnen zeigen. In drei einfachen schritten, erkläre ich ihnen wie sie ein „normaler“ Mensch sein können. Lernen sie die Kunst der Observation und sie werden der Meister ihres Lebens. Erleichtern sie ihren Alltag und lernen sie den Menschen das zu geben, was sie wollen. Ohne auch nur einmal danach fragen zu müssen. “

Aber fühlen … fühlen kann ich es nicht.

Aber ich weiß, dass es da ist. Ich weiß, dass ich es könnte, nur nicht wie alle anderen. Ich habe es verlernt, habe es eingeschlossen, in mir drin. Weil es schmerzt. Weil es so viel, von mir verlangt. Ich bin ein Kind, der Gefühls Monotonie.

Ich spüre es schon. Manchmal. Ganz leicht, wie ein sanfter Impuls, wenn mich jemand berührt. Doch so schnell, wie es gekommen ist, so schnell ist es auch wieder verschwunden. Zurück zu mir. Zurück in mir drin. Und dann, dann lasse ich mein Kopf wieder herrschen. Denn er kann es so viel besser als dieses kümmerliche kleine Wesen, das ich eingeschlossen habe … Kontrolle. Der wahre Künstler meiner selbst.

Doch es gibt Nebenwirkungen, die ich nicht bedacht habe. Die Einsamkeit, das verloren sein, die Leere.

Das verbraucht unvorhersehbare Ressourcen meiner selbst und ich scheine nicht die Fähigkeiten zu besitzen, sie zu bändigen. Und dann dieses Leid, um das wissen, dass ich es nie sagen werden kann. Niemals fühlen kann. Weil mein Kopf, dieser wunderbare, manipulative, illusionistische Künstler, dieses Gefühl nicht kennt.

Liebe.

Es ist dem Wesen vorbehalten, dass ich so erfolgreich gebändigt hatte. Verbannt in den Tiefen meines ich´s. Eingeschlossen in seiner eigenen kleinen Zelle. Weil es defekt war.

Und nun? Tja nun, hab ich Kindskopf, den Schlüssel verloren.

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